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Geschichte des Laekenois ...

... 1885 kaufte Adrien Janssens - Hirt aus dem Schloß Laeken in der Vorstand von Brüssel einen falben rauhharigen Rüden - bekannt als VOS I. oder VOS de Laeken - vom Viehhändler im Dorf Boom im Norden Belgien, wo diese Hunde als ausgezeichnete Wachen eingesetzt wurden. Auch Adrien Janssens verwendete seinen VOS I. ("vos" heißt im Flämischen Fuchs) zur Bewachung der Herde und des Vermögens. Ebenfalls verwendete er ihn als Zuchttier für seine Aufzuchte. Zuerst deckte VOS I. die kurzhaarige grau-braune Hündin LISE (bekannt als LISE de Laeken oder LISKE de Laeken) und dann auch eine der Töchter aus dieser Verbindung. Dank des einheitlichen Typus wurde VOS I. eigentlich zum Gründer der grauen rauh- und kurzhaarigen sowie der fauve rauh- und kurzhaarigen Linie. VOS I. sowie LISE sind bekannte Ahnen nicht nur des modernen belgischen Schäferhundes, sondern auch des derzeitigen flämischen Bouviers und des holländischen Schäferhundes. In der ersten Schau in Belgien - wo sich als eine selbständige oder von den "kontinentalen" Rassen getrennte Rasse ausgestellt wurden (01.05.1892), wurden auch einige Nachkommen von VOS I. uns LISE vorgeführt und erzielten in ihrer Klasse ausgezeichnete Erfolge. Am gleichen Tag hat auch der erste Wettbewerb der Hunde in Herdenarbeit im bekannten Cureghem in Belgien stattgefunden. Das Paar Adrien Janssens und VOS I. haben die dritte Position belegt! Zum bekannten Zuchttier wurde vor allem VOS II. (VOS I. x LISE) fauve Farbe, der mit der grauen rauhhaarigen Hündin MERA den grauen rauhhaarigen BAZOEF gegeben hat. Da die damaligen Züchter die Inzucht ganz üblicherweise zwecks Schaffung und Festigung eines einheitlichen Rassentypus verwendeten, kam es zur Verbindung zwischen BAZOEF und seiner eigenen Mutter MERA, damit die Anlagen für Rauhhaar gefestigt werden, aus der das weitere bekannte Zuchttier BOVER-SUS stammt. Wie ersichtlich, bekam diese Variante ihren Namen vor allem vom königlichen Sitz Laeken, später nur verkürzt Laekenois (also Laekenois im Wallonischen und Laekenes im Flämischen). Diese Variante - auch wenn sie mit den anderen gleichwertig ist - ist bis heute nicht so beliebt wie die anderen drei. Das Haar des Laekenois ist nicht so attraktiv wie das des schwarzen Groenendael oder fauve Tervuerens, und er ist bei der Arbeit nicht so quickschnell wie der sprunghafte Malinois. Eine größere Beliebtheit und Verbreitung verhinderten jedoch bereits in Vergangenheit zur Zeit der Entstehung der Rasse auch die langwierigen Streitigkeiten der Züchter, welche Farbe die richtige und erwünschte ist - ob falb bis grau und ob die Tiere mit fauve Farbe gezüchtet und durchgesetzt werden sollen.

vom Wesen ...



... der Laeken wird oft beschrieben und schließlich auch "wiederentdeckt" als Schäferhund mit hoher Qualitäten, die sich jahrelang nicht geändert haben. Er ist ein vollkommener "Nachtwächter", unermüdlicher Betreuer einer Schafsherde, mutiger Polizeihund oder einfach "nur" fabelhafter Freund. Sein natürliches Wesen ist einigermaßen reserviert. Er ist von allen Varianten der Belgier der leiseste und bescheidenste. Er ist sehr wachsam, einfühlend, den Mitglieder seines Rudels (Familie) sehr treu und sehr inteligent. Für den Laekenois gilt ohne jeglichen Zweifel der Satz "die Kraft verbirgt sich in Bescheidenheit und Stille". Trotzdem hat er ein sehr ausgeglichenes und stilles Wesen, liebt Bewegung und Arbeit. Er lernt sehr gerne neue Sachen und würde alles tun, um seinem Herrn Freude zu machen. Er ist gegenüber allen Freunden seines Herrn sehr freundlich. Falls der Laeken sich zur Rast entschließt, wird er einfach rasten und niemand bekommt ihn aus seinem Lager, nicht einmal Schwarm lärmender Kinder. Falls er allerdings nicht auf Spielereien eingestellt ist und an den Spielen nicht teilnehmen wird, dann liegt er einfach nur und verfolgt den Spielablauf aus dem Augenwinkel. Er ist ein wirklich fabelhafter Gesellschafter für die Menschen, die ihm die wirkliche Liebe geben und ihm ihre Zeit widmen, weil der Laekenois genauso wie die anderen Varianten des belgischen Schäferhundes eine Menge Arbeit, Tätigkeit, Aktivität und Bewegung braucht. Aber Achtung, er kann nicht allzuviel verwöhnt werden. Laekenois ist sehr klug, und Sie machen durch Verwöhnung Arbeit vor allem für sich. Laekenois und ganz sicherlich viele andere - wenn nicht alle - Rassen kann ihre Inkonsequenz und Zugeständnisse ausnutzen. Und was ist noch zu sagen? Der Laekenois wird an seinem einzigen Herrn viel mehr als die übrigen Varianten des belgischen Schäferhundes hängen und trägt den Besitzerwechsel sehr tragisch. Auf der anderen Seite ist ein glücklicher Laekenois ein phantastischer Clown, lustig, spielerisch, sehr intelligent. Sein Wesen ist sehr kompliziert, aber wenn man ihm am richtigen Ende packt, ist der Laeken die am meisten beherrschbare Rasse überhaupt. Er braucht zwingend eine ausgezeichnete konsequente Erziehung, in keinem Fall ist jedoch eine harte Erziehung damit gemeint. Er braucht die absolute Freundschaft und Liebe seitens des Besitzers zu spüren, und dann wird er ihn auf immer beschützen und überwachen. Mit einem guten Besitzer bildet er ein unzertrennliches Paar, und wenn der Herr und der Hund tatsächlich einander verstehen, können sie in Wettbewerben in Abrichtung jede andere Rasse besiegen. Diese rauhharigen Hunde haben uns wirklich was zu bieten.

Jana Zíková

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